Lage der Liga

8. Januar 2017

Bremerhaven wieder da - Ingolstadt mit Punkteserie

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Marcel Müller und Darin Olver mit Hattrick / Schanzer haben sieben Mal in Folge gepunktet / Pinguins mit Sechs-Punkte-Wochenende / Bill Stewart: „Dennis Endras hat sein bestes Spiel gemacht, seit ich hier bin." / Berlins Keeper Vehanen Matchwinner gegen Iserlohn

Zum Start des letzten Saisonviertels schon von Endspurt zu sprechen, wäre dann vielleicht dann doch ein wenig verfrüht. Trotzdem gilt für alle Mannschaften in der aktuellen Phase: punkten, punkten, punkten. Das „Wie“ ist dabei völlig egal. Ob schön oder dreckig, ob nach regulärer Spielzeit, in der Verlängerung oder im Penaltyschießen - am Ende geht es um wichtige Zähler. Da kann der noch so kleinste Erfolg für die Endabrechnung „lebenswichtig“ sein.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist der ERC Ingolstadt. In den letzten sieben Spielen punkteten die Schanzer ständig. Zwei Zähler gab es gestern gegen München, einen am Freitag in Nürnberg. Angesichts zwei hochkarätiger Gegner eine starke Quote. Unter Neu-Trainer Doug Shedden kommt das Team offenbar immer besser zu Recht.

„Es war toll, dass mein Team dann trotz der Rückstände die Köpfe oben behielt und an den Sieg dachte“, sagte Shedden nach dem Sieg über den Meister und hob somit das Mentale hervor. „Der schnelle Ausgleich hat uns da dann natürlich auch geholfen.“ Thomas Greilinger schoss sein 200. Tor für den ERC. Eine starke Quote. Nicht zu vergessen der Hattrick von Darin Olver.

Zwei Punkte gegen das Topteam aus Nürnberg gab es auch für die zuletzt kriselnden Adler Mannheim beim 3:2-Heimerfolg. „Ich denke, die Leistung von beiden Mannschaften war sehr stark. Das zweite Gegentor war hart für uns, aber mir hat gefallen, wie wir danach zurückgekommen sind“, sagte Bill Stewart im Anschluss und lobte seinen Keeper. „Dennis Endras hat sein bestes Spiel gemacht, seit ich hier bin. Wir sind zum ersten Mal seit einiger Zeit belohnt worden.“

So sah es auch Ice Tigers-Coach Rob Wilson: „Beide Teams haben ein Spiel mit Playoff-Charakter gespielt. Wir mussten in vielen Bereichen unsere beste Leistung abrufen, um auf Augenhöhe mit Mannheim zu sein. Beide Teams haben alles gegeben, ich bin stolz auf meine Jungs.“

Respektabel auch die Leistung der Fischtown Pinguins Bremerhaven. Dem 6:2 gegen Krefeld folgte ein 4:0 bei den Straubing Tigers. Zuvor hatten die Seestädter sieben Niederlagen in Folge kassiert. Durch das Sechs-Punkte-Wochenende kann die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch im Kampf um Platz zehn wieder etwas durchatmen. Straubing dagegen ging nach den kräftezehrenden Spielen zuletzt etwas die Puste aus.

Die Eisbären konnten sich bei Petri Vehanen bedanken, dass sie gegen die Iserlohn Roosters mit 3:1 gewinnen konnten. Der 40 Jahre alte Schlussmann konnte seinen Wert für die Mannschaften erneut unter Beweis stellen. Fünf Punkte waren die starke Ausbeute der Augsburger Panther. Dem 5:3 über Wolfsburg folgte ein 3:2-Verlängerungserfolg in Düsseldorf.

Marcel Müller

„Nach den letzten beiden Auftritten ist diese Leistung auch bitter nötig gewesen“

Das 4:0 der Krefeld Pinguine gegen die Schwenninger Wild Wings „war absolut verdient“, wie es Wild Wings-Coach Pat Cortina später formulierte. Neun Punkte Rückstand auf Platz zehn sind es für die Seidenstädter. „Nach den letzten beiden Auftritten ist diese Leistung auch bitter nötig gewesen“, sagte „Hattricker“ Marcel Müller.

„Uns fehlt die Konstanz, wir müssen vom Kopf her eher bereit sein“, sagte Alex Sulzer nach dem 0:3 seiner Kölner Haie am Sonntag in Wolfsburg. Der KEC kam erst im letzten Abschnitt gefährlicher vor das Tor der Hausherren. Lediglich 16 Schüsse wurden auf Jerry Kuhn, der seinen 5. Shutout feiern konnte, abgefeuert. Zu wenig für die Ansprüche der Rheinländer.