Playoff-Viertelfinale

29. März 2019

Bayerntrio mit „Matchpuck“: Eisbären, Haie und DEG wollen ausgleichen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Eisbären wollen Schwung aus letztem Sieg mitnehmen / DEG kann zuhause erneut auf Gleichstand setzen / Ingolstadt will vor heimischer Kulisse alles klar machen / Alles live bei Magenta Sport und in der Magenta Sport-Konferenz

Wer folgt Mannheim ins Halbfinale? Mit ähnlichen Ausgangslagen gehen die verbliebenen bayrischen Vertreter, die allesamt in ihrer Serie die Nase mit 3:2 vorne haben, in Spiel 6. Augsburg reist in die NRW-Landeshauptstadt, während es für Meister München nach Berlin geht. Lediglich Ingolstadt kann vor heimischer Kulisse gegen die Kölner Haie den Sack zu machen. Magenta Sport ist ab 19:15 Uhr in allen drei Arenen dabei und zeigt zusätzlich eine Konferenz. SPORT1 meldet sich live aus Berlin.

In einer ausgeglichenen Serie konnte der AEV im letzten Spiel die Führung spektakulär zurückerobern. Aus einem 1:3 machen die Panther ein 4:3 und damit haben die Fuggerstädter am Freitagabend „Matchpuck“ im ISS Dome. Thomas Holzmann, der Augsburg in der Overtime den Sieg brachte, erklärte: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Nach einem 3:1 Rückstand noch zurückzukommen, ist absoluter Wahnsinn. Wir haben Charakter gezeigt.“ Die Panther hoffen nun, diesen Schwung mit in Spiel 6 zu nehmen und das Halbfinale einzutüten. Ein anderes Bild herrschte auf der Gegenseite. Bei der DEG war man angesichts des verschenkten Sieges fassungslos. Düsseldorfs Co-Trainer Tobias Abstreiter sagte: „Wir müssen das jetzt erst mal sacken lassen, dass wir nach einer 3:1 Führung noch verlieren. Wir gehen jetzt punkt- und sieglos hier weg. Das darf uns nicht passieren.“ Um 19:30 Uhr haben die Rheinländer die Möglichkeit, es besser zu machen.

Nach dem 2:5 vor heimischer Kulisse fanden die Eisbären die eine passende Antwort und wehrten mit einem 3:0 an der Isar den ersten Matchpucks Münchens ab. Sichtlich erleichtert war Berlins Austin Ortega: „Wir mussten das Spiel heute gewinnen. Die Verzweiflung, mit der wir spielen mussten, hat sich heute gezeigt und deshalb sind wir sehr froh über den Sieg. Wir haben so gespielt, wie wir es können und es hat sich ausgezahlt.“ Der Vorteil liegt allerdings weiterhin auf Seiten der Red Bulls, weshalb EHC-Profi Yannic Seidenberg auf die „Playoff-Amnesie“ setzt: „Wir müssen dieses Spiel abhaken und an das nächste Denken. Wir sind selbstbewusst und wissen, was wir können, aber leider haben wir es auf dem Eis nicht geschafft, dies auch umzusetzen.“ Als Grund für die Niederlage fügt er hinzu: „Wir hatten genügend Chancen, aber waren nicht torhungrig genug.“

Gibt es am Freitagabend die Entscheidung erneut in der Overtime? Bereits drei Mal musste der Sieger zwischen Ingolstadt und Köln in der Overtime ermittelt werden. Zwar ohne Extrazeit, aber dennoch sehr knapp, konnte sich der KEC am letzten Sonntag zuhause gegen den ERC mit 4:2 durchsetzen – erst ein Emptynetter machte für die Domstädter alles klar. Haie-Kapitän Moritz Müller sah im Zusammenhalt der Mannschaft den entscheidenden Faktor: „Wir hätten es in den letzten Partien etwas leichter haben können, wenn wir zum richtigen Zeitpunkt die Nuss gemacht hätten. Aber ich bin so stolz auf die Truppe. Die Mannschaft hat so viel Charakter und egal wie schwer die Situation ist, man hat immer das Gefühl, das jeder bereit ist, sich für den anderen aufzuopfern. Das ist das Rezept gegen Ingolstadt und so muss es auch weitergehen.“ Der ERC hat jedoch weiterhin den „Matchpuck“ und konnte beide Heimspiele der Serie gewinnen. ERC-Profi Tim Wohlgemuth gibt sich daher zuversichtlich bezüglich des kommenden Duells: „Ich finde, für ein Auswärtsspiel haben wir super gespielt, gar keine Frage. Ich denke, dass, wenn wir Freitag zuhause spielen, mit unseren eigenen Fans im Rücken, mit unserem Selbstvertrauen, dann sollte das kein Problem sein.“