Vorschau, 47. Spieltag

21. Februar 2020

Bayernderbys im Kampf um die Playoff-Tickets, Adler empfangen DEG

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

München erwartet Ingolstadt / Nürnberg muss in Straubing ran / Haie wollen Negativserie in Bremerhaven beenden / Grizzlys jagen gegen Krefeld Platz sechs / Schlusslicht Schwenningen empfängt Roosters zum Kellerduell

Schlussspurt in der DEL: Sechs Spieltag vor Schluss versuchen die Clubs noch einmal, an ihrer Ausgangsposition für die Playoffs zu arbeiten – oder noch ein kleines Wunder zu starten, um doch noch in die Top10 zu klettern. Meister Mannheim erwartet die fünftplatzierte Düsseldorfer EG in der SAP Arena und versucht, mit einem Sieg Verfolger Straubing auf Distanz zu halten, der die THOMAS SABO Ice Tigers zum Derby erwartet. Ebenfalls ein Derby vor der Brust hat Tabellenführer Red Bull München, bei dem sich der ERC Ingolstadt angesagt hat.

Unterdessen wollen die Kölner Haie bei den Pinguins Bremerhaven ihre Niederlagenserie beenden und vielleicht doch noch einmal einen Angriff auf die Playoff -Plätze zu starten. In Wolfsburg sind die Grizzlys gegen die Krefeld Pinguine gefordert und am Neckarursprung steigt das Kellerduell zwischen Schlusslicht Schwenninger Wild Wings und dem Tabellendreizehnten Iserlohn Roosters. SPORT1 meldet sich live vom Bayernduell in Straubing, während Magenta Sport alle Partien live überträgt – einzeln und in der Konferenz.

Adler Mannheim – Düsseldorfer EG

Nach zwei Niederlagen in Folge muss Mannheim den Angriff auf Tabellenführer München mit jetzt elf Punkten Rückstand wohl abblasen. Stattdessen geht der Blick nach hinten, denn die Straubing Tigers haben sich wieder herangeschlichen und liegen nur noch einen Punkt hinter dem Titelverteidiger. Gegner Düsseldorf schaut jedoch auch in den Rückspiegel. Gerade einmal vier Punkte trennen die DEG von Platz sieben.

Adler-Verteidiger Cody Lampl erklärte vor dem Spiel gegen die Rheinländer: „Das wird wieder eng und umkämpft. Beide Teams bringen viel Leidenschaft mit. Düsseldorf ist defensiv sehr stark. Es wird nicht einfach werden, bis zum Tor durchzukommen, und dann wartet dort noch ein richtig starker Goalie. Wir müssen in unserem System bleiben und von Beginn bis zum Schluss Gas geben. Es ist sehr gut möglich, dass nicht viele oder erst spät Treffer fallen. Da gilt es, geduldig zu bleiben.“

Straubing Tigers – THOMAS SABO Ice Tigers

Nürnberg feierte zuletzt 5:2-Siege gegen Schwenningen und Augsburg. Mit diesen Erfolgen konnten die Ice Tigers den Vorsprung auf Rang elf auf 15 Zähler ausbauen, und da sich der Zehnte und der Elfte noch zum direkten Duell treffen, sind die Playoffs für Nürnberg praktisch sicher. Straubing will im Kampf um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale an die starken Auftritte gegen Ingolstadt (7:6) und Düsseldorf (4:1) anknüpfen. Mit einem Sieg könnten die Tigers, sollte Mannheim stolpern, auf Rang zwei klettern.

EHC Red Bull München – ERC Ingolstadt

Das Oberbayern-Derby gegen den ERC verspricht vor allem eins: Tore en masse! In den letzten drei Aufeinandertreffen fielen 30 Treffer. Ingolstadt ist aktuell Tabellenachter und damit noch nicht für die Playoffs qualifiziert. Münchens Verteidiger Konrad Abeltshauser erwartet nicht nur deshalb hochmotivierte Panther. „Für Ingolstadt steht natürlich noch viel auf dem Spiel. Sie werden sich voll reinhängen. Zusätzlich ist beim Derby auch immer noch extra Feuer drin.“

Während den Red Bulls nach dem Sieg in Mannheim am Dienstag der Hauptrundensieg kaum noch zu nehmen ist, spielt Ingolstadt noch um ein Ticket für die direkte Viertelfinalqualifikation. Mit dem Sieg gegen Köln am Mittwoch blieb der ERC an den Top6 dran und muss irgendwie noch drei Punkte aufholen.

Pinguins Bremerhaven – Kölner Haie

Nach vier Niederlagen in Folge ist der Viertelfinalplatz für Bremerhaven wieder in Gefahr geraten. Nur noch drei Zähler trennen die Norddeutschen von Platz sieben. Ein Sieg muss her und aktuell scheint es dafür derzeit keinen besseren Gegner als die Kölner Haie zu geben. 16 Niederlagen musste der KEC zuletzt in Folge hinnehmen. Sollten noch zwei weitere dazukommen, würden die Domstädter den Negativrekord mit 18 Niederlagen von Schwenningen und Freiburg einstellen. Allerdings werden die Haie alles daransetzen, wieder Punkte einzufahren und die letzte Chance auf die Playoffs zu wahren. Gegen Bremerhaven musste Köln im Saisonverlauf bereits drei Niederlagen hinnehmen.

Grizzlys Wolfsburg – Krefeld Pinguine

21 Punkte aus den letzten acht Spielen haben die Grizzlys zuletzt geholt. Die Mannschaft von Cheftrainer Pat Cortina hat sich durch den 4:3-Erfolg in Bremerhaven weiter an Tabellenplatz sechs herangearbeitet. Jedoch würde nur ein weiterer Sieg am Freitagabend gegen Krefeld die Chancen auf eine direkte Qualifikation für die Endrunde verbessern. Zumindest aus personeller Sicht gibt es für Cheftrainer Pat Cortina wenig Gründe, etwas an der zuletzt erfolgreichen Formation zu ändern.

Dennoch betont der Coach: „Es kann durchaus sein, dass der eine oder andere Spieler zurückkehren wird.“ Wer dies sein könnte, ließ er offen. Sicher nicht dabei sein wird Marius Möchel, für die Saison aufgrund seiner Handverletzung vorzeitig beendet ist. Unterdessen geht es für Krefeld nur noch um die Ehre, fehlen sechs Spieltage vor Schluss doch schon zwölf Zähler auf die Playoff-Ränge. Allerdings brachten die beiden jüngsten Siege den KEV in die Position, zumindest noch an den elftplatzierten Kölner Haien vorbeizuziehen.

Schwenninger Wild Wings – Iserlohn Roosters

Das DEL-Schlusslicht Schwenningen erwartet den Vorletzten aus Iserlohn in der Helios Arena. Sollte den Wild Wings ein Sieg gelingen, könnten sie aus noch aus eigener Kraft die Rote Laterne vor dem Ende der Hauptrunde abgeben, hat das Team vom Neckar-Ursprung bei vier Punkten Rückstand doch noch ein Spiel in der Hinterhand. Zwei Saisonduelle konnte Schwenningen für sich entscheiden, einmal gingen die Roosters als Sieger vom Eis.