Lage der Liga

15. Oktober 2018

Augsburg schleicht sich ran - Straubing festigt Platz vier

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Adler das Maß aller Dinge / Beim ersten Heimsieg der Fuggerstädter gelang Olivier Roy sein erster Shutout - der Lohn ist Platz 5 / DEG-Talent Reiter mit erstem DEL-Tor / Nürnberg:50 Minuten gutes Hockey reichten nicht / Schönberger lobt seinen Keeper / Wild Wings mit neuerlichem Rückschlag: "Kommen da nur gemeinsam raus"

Die Adler Mannheim sind das Maß aller Dinge nach dem elften Spieltag. Mit dem 4:2 in Köln behaupteten die Kurpfälzer ihre am Freitag eingenommene Führung. Auch weil die Düsseldorfer EG in München „nur“ einen Zähler einheimsen konnte. Zweiter ist der ERC Ingolstadt nach dem 3:1-Coup in Berlin. Rang vier nehmen die Straubing Tigers ein, die einen 4:2-Erfolg in Iserlohn feiern durften. Stürmer Sandro Schönberger wusste, bei wem er sich bedanken durfte: „Im letzten Abschnitt haben wir zu unserem Spiel gefunden und die Tore gemacht. Insgesamt können wir uns heute bei Jeff Zatkoff bedanken, da er unglaublich gehalten hat“.

„Wir hatten Probleme mit der Spielweise der Münchener. Insgesamt aber haben wir bei zwei sehr guten Teams zwei Punkte geholt. Jetzt wird es jedoch wirklich Zeit, dass wir mal wieder gewinnen“, sagte Angreifer Alexander Barta angesichts der vierten Niederlage in Folge. Freude dagegen bei den Münchenern. „Wir haben das Spiel kontrolliert. Sie haben die wenigen Konter, die wir zugelassen haben, eiskalt genutzt. Am Ende haben wir aber gewonnen. Bei den ganzen Verletzungen war das ein wichtiger Sieg.“ Immerhin konnte sich Düsseldorfs Stefan Reiter über seinen ersten DEL-Treffer freuen.

Mannheim zeigte nur im ersten Abschnitt beim Klassiker in Köln eine kurze Schwächephase. „Wir wussten vorher, dass wir unser bestes Eishockey brauchen, um in Köln zu gewinnen. Die Haie gehören zu den Teams mit der besten Defensive in der Liga, gestützt auf einen sehr guten Torhüter“, sagte Trainer Pavel Gross im Nachgang und ergänzte: „Wir haben heute sehr viel Talent auf dem Eis gesehen, dazu viele Zweikämpfe. Wir haben nicht viel falsch gemacht, auch im ersten Drittel nicht. Wir haben den Gegner immer beschäftigt. Am Ende haben wohl die zwei Powerplaytore den Unterschied gemacht.“ So sah es auch sein Gegenüber Peter Draisaitl.

Dass man immer 60 Minuten seine beste Leistung abrufen muss, erfuhren die Thomas Sabo Ice Tigers gestern am eigenen Leib. „Wir waren bis zur 50. Minute die bessere Mannschaft", befand Martin Jiranek gegenüber den Nürnberg Nachrichten. Gegen Krefeld setzte es ein 3:4. Alleine drei Tore schossen die Pinguine in den letzten 20 Minuten. Genau davor hatte Jiranek noch gewarnt. „Sie sollten keine Strafen verursachen, kein unnötiges Risiko an der blauen Linie gehen und die Scheibe immer tief bringen. Leider haben sie alle drei Sachen trotzdem gemacht.“ Krefeld konnte es egal sein.

Den dritten Sieg in Folge feierten die Fischtown Pinguins Bremerhaven, die sich mit 3:2 bei den Schwenninger Wild Wings auf Platz zehn festsetzten. Für Schwenningen bedeutete die Pleite einen weiteren Rückschlag. „Wir kommen da nur gemeinsam raus. Wir müssen nun Taten sprechen lassen", stellte Simon Danner angesichts der größten Wild-Wings-Krise seit der Rückkehr in die DEL gegenüber dem „Schwarzwälder Boten“ klar.

Im Gegensatz zur Konkurrenz machten es die Augsburger Panther beim 6:0 über die Grizzlys Wolfsburg deutlich. Es war der erste Heimsieg der Fuggerstädter in der laufenden Saison, zudem schaffte Keeper Olivier sein erstes „zu Null“. Der Lohn: Der AEV hat sich auf Platz fünf vorgeschoben.