Playoff-Halbfinale

07. April 2019

Augsburg erstmals in Führung, Mannheim gewinnt zuhause

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Panther klauen Münchens Heimrecht / Mannheim mit drittem Sieg aus drittem Spiel

Zum zweiten Mal Overtime: Der AEV gewinnt 2:1 bei Meister München und dreht die Serie in einem Spiel, welches als das Sechstlängste der DEL-Geschichte eingeht. Durch die Spieldauer von 103 Minuten und 34 Sekunden ziehen Augsburg und München, in dieser Statistik, an sich selber vorbei, nachdem man in Spiel eins ebenfalls erst in der dritten Overtime den Sieger ausmachen konnte. Dort war man aber gut zwei Minuten schneller. Ebenfalls gewonnen, haben die Adler aus Mannheim, die einen ungefährdeten 4:0 Erfolg gegen die Kölner Haie einfuhren. Die Kurpfälzer führen nun 3:0 in der Serie und haben die Möglichkeit, am kommenden Dienstag bereits ins Finale einzuziehen. 

Der amtierende Meister wollte, nachdem man in Augsburg den Ausgleich hinnehmen musste, die Führung in Spiel dreizurück wiederherstellen und begann mit klar sichtbarem Offensivdrang. Die Panther standen aber, von Anfang sicher vor dem eigenen Tor und kamen durch einen Konter, der von James Arniel (10.) vollendet wurde, zur 1:0 Führung. Die defensive Anfälligkeit, bekam München erst im zweiten Drittel in den Griff, konnte aber dann noch einen Gang hochschalten. Augsburg gelang es kaum, sich von dem anschließenden Dauerdruck zu befreien. Es dauerte aber noch bis zur 33. Minute, bis sich die Red Bulls für den Aufwand belohnten und durch John Mitchell den verdienten Ausgleich markierten. Der Treffer tat auch dem Spiel der Gäste gut, denn Augsburg kam im Anschluss wieder zu Offensivaktionen, die aber, genauso wie auf Seiten des EHC, bis zur zweiten Pause ungenutzt blieben. Ungenutzt blieben diese Möglichkeiten auch im Schlussdrittel. Beide Teams befanden sich auf  Augenhöhe, hatten sich bis dahin aber defensiv so sehr stabilisiert, dass zum zweiten Mal in der Halbfinalserie der Sieger in der Overtime ermittelt werden musste. In dieser waren es zunächst die Red Bulls, die auf die Entscheidung drängten. Augsburg, zunehmend müder, gelang es aber das eigene Tor sauber zu halten, was auch an einem bärenstarken Olivier Roy lag, der auch schon vor der Overtime die Panthers des öfteren rettete. Im Anschluss gelang den Gästen wieder mehr vor dem Tor des EHC. Braden Lamb war es dann in der 104. Minute, der den Treffer des Tages erzielte und Augsburg die Gesamtführung bescherte.


Nach dem Fehlstart aus den ersten beiden Partien, stand der KEC in Spiel drei unter Zugzwang. Das eigene Spiel sollte dementsprechend unkompliziert gehalten werden, was den Haien auch gelang. Im Spiel nach vorne setzte man ab und an Zeichen, genauso wie die Adler, welche sich auf Augenhöhe mit den Haien befanden. Nach dem ersten torlosen Drittel steigerte Mannheim im anschließenden Durchgang den Druck und konnte durch Mark Katic (29.) in Führung gehen, wobei es bis Ende des Spielabschnitts auch blieb. Die Hausherren kamen aus der Pause anschließend ideal und stellten durch Mathias Plachta (42.) auf 2:0. Köln bäumte sich im Anschluss auf, um die drohende Niederlage abzuwenden, doch Andrew Desjardins sorgte zehn Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. Bei den Haien war daraufhin die Luft raus, sodass Luke Adam (53.) kurz darauf den Sack zu machte. Köln gelang es somit zum zweiten Mal nicht, ein Tor in Mannheim zu erzielen.