Playoffs 2018, Finale

15. April 2018

Abgezockte Red Bulls egalisieren Final-Serie

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

5:4-Sieg bei Eisbären / Aus den Birken als großer Rückhalt / Spiel drei am Mittwoch in München / Live bei TELEKOM SPORT und SPORT1

Abgezockte Red Bulls melden sich zurück: Durch ein 5:4 bei Rekordmeister Eisbären Berlin glich der Titelverteidiger aus München die 24. Finalserie um den Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum 1:1 aus. 48 Stunden nach dem ebenso knappen 3:4 in München wirkten die Red Bulls in Spiel zwei über weiter Strecken souveräner und kamen auch dank eines glänzend aufgelegten Danny Aus den Birken zum Auswärtssieg. Weiter gehts am Mittwoch in München (19.30 Uhr). TELEKOM SPORT und SPORT1 sind live dabei.

Vor 14.200 Fans in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena schenkten sich beide Teams von Beginn an nichts. Allerdings agierten die Red Bulls im Vergleich zum ersten Duell gradliniger und schnörkelloser. Dies machte sich vor allem in Überzahl-Situationen bemerkbar, in denen die Gäste immer wieder gefährliche Situationen kreierten. Im Gegensatz zu den Eisbären, die auch mit einem Mann mehr auf dem Eis nicht wesentlich effizienter wirkten. 

Und so war die Münchner Führung fast folgerichtig, als Aucoin, DEL-Spieler des Jahres, seinen Team-Kollegen Brooks Macek mit einem No-Look-Pass quer durch den Slot bediente. Macek fackelte nicht lange und zog trocken zum 1:0 für den Titelverteidiger ab. 

Nur knapp 90 Sekunden benötigte der Rekordmeister für die passende Antwort: An der Blauen kam Backman an den Puck und feuerte die Scheibe einfach in Richtung des Münchner Gehäuses. Dort traf das Spielgerät Patrick Hager unglücklich am Unterarm, von da trudelte die Scheibe ins Tor. Zwei weitere Großchancen der Eisbären blieben in der Folgezeit ungenutzt, was bissige Münchner durch Pinizotto kurz vor der ersten Sirene gnadenlos zur neuerlichen Führung nutzten.

„Wir bewegen uns nicht gut. Das müssen wir im zweiten Drittel abstellen und so Gas geben, wie im ersten Spiel“, sagte Berlins Silber-Junge Jonas Müller in der Drittelpause. Doch auch im zweiten Durchgang kamen die Eisbären vor allem in Überzahl nicht so recht ins Rollen, was aber auch an Danny Aus den Birken im Münchner Tor lag, der beste Chancen der Berliner immer wieder zunichte machte.

Anders selbstbewußte Red Bulls, die durch Kettemer und Matsumoto sogar auf 4:1 davon zogen. Zwar schöpften die Berliner nach dem Anschluss-Treffer von Petersen wieder Hoffnung, diese erlitt jedoch nach dem fünften Münchner Treffer durch Kastner kurz vor Drittelende einen neuerlichen Dämpfer.

Im Schlussdurchgang liessen es die Münchner mit der Führung im Rücken etwas gemütlicher angehen, kamen indes noch einmal ins Schwitzen, als Backman die Berliner mit seinem zweiten Treffer auf 3:5 heranbrachte. In der verbleibenden Zeit berannten die Berliner das Münchner Tor, doch mehr als das 4:5 eine Minute vor Ende wollte nicht gelingen.

Eisbären Berlin - EHC Red Bull München 4:5 (1:2, 1:3, 2:0) / Serie: 1:1 

8070 Eisbären Berlin - EHC Red Bull München

Tore: 0:1 Brooks Macek (12:27), 1:1 Sean Backman (13:49), 1:2 Steven Pinizotto (18:11), 1:3 Florian Kettemer (23:05), 1:4 Jonathan Matsumoto (33:36), 2:4 Nicholas Petersen (37:19), 2:5 Maximilian Kastner (39:27), 3:5 Sean Backman (45:07), 4:5 Nicholas Petersen (59:20)