Platz sechs bis acht im Gleichschritt

Trotz eines 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)-Erfolgs in Nürnberg konnten die Adler aus Mannheim keinen Boden auf den Sechsten gut machen, da auch der ERC erfolgreich war. Die Ingolstädter setzten sich in Wolfsburg mit 4:1 (1:1, 0:0, 3:0) durch und verteidigten ihren Drei-Punkte-Vorsprung. Gleiches gilt für die Hannover Scorpions, die mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) gegen die Hamburg Freezers gewannen.

Goalies bestimmen Partie

Michael Hackert scheiterte mit seinem Alleingang an Ehelechner (Foto: bayernpress.de)In Nürnberg sollte es zu einem Spiel kommen, das bei weitem besser war, als es das knappe Ergebnis vermuten lassen sollte. Die Hausherren übernahmen vom Start weg das Kommando, aber Adler-Goalie Fredrick Brathwaite machte auch beste Chancen zunichte. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs kam Mannheim besser in die Partie, aber auch Ahren Spylo scheiterte an einem überragenden Schlussmann.

Nach dem Gang in die Katakomben begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und erspielten sich gute Chancen nur Tore wollten weiterhin nicht fallen. Die beste Möglichkeit hatte Michael Hackert, des aber bei seinem Alleingang an Patrick Ehelechner scheiterte. So wurde langsam klar, dass der erste Treffer die Entscheidung bringen sollte. In der 53. Spielminute jubelten die Gäste bereits, aber der Unparteiische hatte bereits abgepfiffen und konnte so den Treffer von Mario Scalzo nicht geben. Wenig später machten es die Adler dann aber besser.

Scott King bediente Ahren Spylo mit einem Zuckerpass und der musste nur noch den Schläger zur Führung hinhalten. Nach der Koproduktion der Ex-Nürnberger kannten die aktuellen Nürnberger nur noch eine Richtung und die hieß Fredrick Brathwaite, aber der hielt den knappen Vorsprung auch gegen sechs Feldspieler in der Schlussminute fest.

„Das war heute ein vorzeitiges Play-off-Spiel. Beide Teams haben eine sehr gute Defensive gezeigt. Dennoch müssen wir mehr Tore schießen, denn wenn man 1:0 verliert, ist das doppelt bitter“, erklärte Ice-Tigers-Goalie Patrick Ehelechner.

Ahren Spylo, der für eben jenes 1:0 gesorgt hatte, sagte: „Nach den schwierigen Phase haben wir vor der Pause bereits Charakter gezeigt und konnten die Form bis heute halten. In Nürnberg ist es immer schwer zu gewinnen und umso mehr freue ich mich über den Sieg.“

Sein Coach, Teal Fowler, meinte: „Uns war bereits vor dem Spiel klar, dass Nürnberg mit viel Druck aus der Kabine kommen würde. Der Schlüssel zum Sieg war dann, dass wir das 0:0 nach dem ersten Drittel halten konnten. Wir haben Geduld gezeigt und auch in Unterzahl als wir im letzten Durchgang viele unnötige Strafen kassiert haben, gut verteidigt. Letztlich war dann Ahren Spylo zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“

Auf Seiten der Ice Tigers meinte Coach Andreas Brockmann: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen, aber wenn man keine Tore schießt, wird es schwierig. Man muss aber auch sagen, dass Fredrick Brathwaite sehr gut gehalten hat. Es hat sich irgendwann heraus kristallisiert, dass das erste Tor heute entscheiden würde und den Fehler haben dann eben wir gemacht. Mein Team hat aber gegen eine sehr gute Mannschaft sehr gut gespielt.“

3Stars: Ahren Spylo (MAN), Fredrick Brathwaite (MAN), Patrick Ehelechner (TSIT)

Entscheidung im Schlussabschnitt

Foto: MENDAXPRESSAuf der Jagd nach Rang sechs erwischten die Scorpions gegen Hamburg einen Start nach Maß und gingen durch Ben Cottrau (9.) in Führung. Als die Freezers jedoch das erste Mal in numerischer Überlegenheit agieren durften, ließen sie sich nicht lange bitten und glichen nach einem Schuss von Peter Ratchuk (18.) aus.

Kurz nach dem Seitenwechsel leistete sich Hannovers Klaus Kathan einen Check von hinten, doch diesmal sollte der Schuss im Powerplay für die Hanseaten nach hinten los gehen. Nikolaus Mondt (23.) wurde in Unterzahl von Martin Hlinka bedient und die Niedersachsen führten erneut. Hannover machte weiter Druck, verpasste es aber zunächst nachzulegen.

Das holten sie jedoch nach der zweiten Pause mit einem Blitzstart nach. Nur 40 Sekunden benötigte Matt Dzieduszycki um einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuschießen. Für die Entscheidung sorgte schließlich Adam Mitchell (58.). Für Hamburg konnte Clarke Wilm (60.) nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Wir konnten heute endlich einmal mit vier Reihen spielen, das hat uns gut getan. Mein Team hat großartig gekämpft. Wir haben verdient gewonnen und drei wichtige Punkte geholt", resümierte Hannovers Trainer Hans Zach.

Sein Gegenüber, Paul Gardner, sagte: „Wir haben sehr gut begonnen, es leider aber versäumt, unsere Anfangsüberlegenheit in Tore umzusetzen. Danach hat die Konzentration nachgelassen und wir haben zu viele Fehler gemacht. Hannover war die erwartet starke Kontermannschaft."

3Stars: Ben Cottreau (HAN), Nikolai Goc (HAN), Travis Scott (HAN)

Hussey trifft doppelt

Matt Husseys zweites Tor war gleichzeitig der MatchwinnerNach der Niederlage vom Freitag und den Aufholjagd der Mannheimer war der der ERC vor dem heutigen Spiel zum Siegen verdammt, um nicht doch noch den sechsten Platz zu verlieren. Zunächst verpassten sie es aber im Powerplay in Führung zu gehen, aber dafür schlugen sie dann in Unterzahl zu. Matt Hussey (16.) hebelte die sonst so souveräne Überzahlformation der Grizzlys zur Führung aus.

Der EHC war jedoch nicht geschockt und glich in persona von Radek Kristan (19.) zügig aus. Dieses Ergebnis hatte dann auch lange Bestand. Erst Matt Hussey (51.) sorgte mit seinem zweiten Treffer wieder für Bewegung auf der Anzeige. Wolfsburg lief in der Folge die Zeit davon und so mussten die Niedersachsen versuchen mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, aber Carl Corazzini (59.) nutzte die Gelegenheit zur Entscheidung. 15 Sekunden vor der Schlusssirene stellte Thomas Greilinger mit einem weiteren Empty Net-Treffer den 4:1-Endstand her.

„Ich bin überglücklich mit dem Sieg“, freute sich ERC-Trainer Greg Thomson anschließend. „Wir haben heute ein Spiel zweier guter Mannschaften gesehen, die bis zum Schluss gekämpft haben. Es war ein sehr gutes Eishockeyspiel.“

Anton Krinner meinte anschließend zum Spiel seiner Grizzlys: „Die Partie war auf einem sehr hohen Niveau. In so einem engen Spiel entscheidet dann ein Tor und als wir zurücklagen, waren wir nicht gut genug und haben die Zweikämpfe nicht gut gespielt. Manchmal muss man auch ein 1:1 in die Overtime bringen.“

3Stars: Matt Hussey (ING), Dimitri Pätzold (ING), Daniar Dshunussow (WOB)

Am Abend (18:30 Uhr) spielen noch:

Krefeld Pinguine – Augsburger Panther
DEG Metro Stars – Eisbären Berlin
Kassel Huskies – Kölner Haie
Frankfurt Lions – Straubing Tigers

Den Vorbericht zu den Partien finden Sie hier.

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