Vorschau: Der 49. Spieltag

Sky berichtet ab 14:15 Uhr live und exklusiv aus Hannover, wo die Scorpions die Kölner Haie erwarten. Gleichzeitig treten die Hamburg Freezers in der Berliner o2 World zum Anschutz-Duell an. Am Abend erwartet Straubing Ingolstadt zum bayerischen Derby und um Platz zehn kämpfen Mannheim, das in Düsseldorf antritt, und Iserlohn, das nach Frankfurt reist.

Eisbären Berlin gegen Hamburg Freezers – 14:30 Uhr

Die Niederlage vom Freitag gegen Frankfurt hat den Freezers nicht unbedingt weitergeholfen. So haben die Hanseaten jetzt neun Punkte weniger auf dem Konto als der Zehnte und zudem auch noch eine Partie mehr ausgetragen. Auch heute sieht es nicht so aus als sollten sie Zählbares einfahren, sind die Berliner doch nicht gerade der Lieblingsgegner Hamburgs.

Der letzte Sieg gegen den Meister datiert vom 17. Februar 2008. Seitdem haben sie neun Partien in Folge gegen die Anschutz-Kollegen verloren. In dieser Saison konnten sie auf eigenem Eis das Ergebnis knapp halten und am dritten Spieltag zumindest einen Punkt ergattern, doch in der o2 World setzte es eine deutliche 2:6-Pleite.

Während das Team von Coach Paul Gardner auf Rang 13 Liegend um den Anschluss an Platz zehn kämpft, dreht der Meister einsam seine Runden. Selbst bei der Niederlage nach Penaltyschießen in Krefeld am Dienstag konnten dieser seinen Vorsprung ausbauen und weil die Konkurrenz am Freitag geschlossen stolperte, hat der Primus, der zudem noch eine Partie in der Hinterhand hat, 16 Punkten Vorsprung. Mit einem Erfolg heute, könnten sie die Saisonausbeute dreistellig machen.

Hannover Scorpions gegen Kölner Haie – 14:30 Uhr, ab 14:15 Uhr live auf Sky

Bill Stewart sagte im Vorfeld der Partie: „Wir schauen nicht auf andere, nur auf uns. Wir haben uns durch eine Periode mit vielen Verletzungen durchgekämpft. Mit rund 65% an gewonnenen Spielen aus den letzten 21 Partien, haben wir eine ordentliche Quote. Wir sind auf einem guten Weg. Den müssen wir weiter beschreiten.“

Ein Dorn im Auge ist dem KEC-Coach aber weiterhin die Auswärtsbilanz der letzten Wochen: „Wir haben in den letzten Spielen auswärts immer sehr gut gekämpft. In Straubing wurden wir dafür endlich mal belohnt. Wir müssen unsere Mentalität dahingehend verändern, dass wir auf fremdem Eis erfolgreicher sind. Das macht Champions aus.“

Tatsächlich haben die Domstädter zuvor sieben Partien in Folge auf fremdem Eis verloren. Können sie jedoch heute gegen die Scorpions nachlegen, wären sie bis auf ein Pünktchen an den Niedersachsen dran. Diese hätten dann zwar noch immer drei Spiele mehr offen, aber es kann noch viel passieren.

Hannover hat seine letzte Partie gegen Augsburg verloren und ist dadurch aus den Top-6 heraus gefallen. Die Spiele gegen Köln waren stets knapp. Das erste Duell verloren sie nach Verlängerung noch 3:4, doch es folgte ein 4:3-Sieg vor eigenen Fans und das fast schon legendäre Spiel am 25. Spieltag, das Haie-Coach Igor Pavlov letztlich seinen Job kostete.

Bis zur 50. Minute hatte der KEC die Partie im Griff und führte 5:1, doch es folgte ein Sturmlauf der Scorpions, der bei 59:28 im Ausgleich gipfelte und in der Overtime erledigten diese dann den Rest. Beim Vorhaben sich dafür zu revanchieren werden die Haie heute von 800 mitgereisten Fans unterstützt.

Straubing Tigers gegen ERC Ingolstadt – 18:30 Uhr

Nach den beiden bitteren Niederlagen gegen Hamburg und Mannheim muss der ERC heute wieder punkten, um seine Platzierung unter den Top-Six zu verteidigen. Zwar liegen die Ingolstädter noch auf Platz fünf in der Tabelle, aber die Konkurrenz aus Hannover (zwei Punkte Rückstand) und Frankfurt (punktgleich) ist dem ERC bedrohlich nahe gekommen. Schon einmal haben die Panther in der laufenden Saison in Straubing gewonnen, beim ersten Spiel am Pulverturm landete die Manno-Truppe einen 5:2-Erfolg.

Überhaupt ist Straubing ein gutes Pflaster für den ERC, denn bislang gab es erst eine Niederlage. Gleich die Premiere in der DEL gewannen die Tigers mit 2:1. Coach Bob Manno kann beim Gastspiel an seiner ehemaligen Wirkungsstätte wieder auf die Dienste von Ben Clymer zurückgreifen. Damit fehlen nur Kapitän Glen Goodall und Norman Martens. Im Tor wird es ebenfalls aller Voraussicht nach eine Änderung geben. Rückkehrer Ilpo Kauhanen wird sein Debüt zwischen den Pfosten feiern.

Die Tigers haben ihre Play-off-Ambitionen durch vier Punkte aus den vergangenen zwei Spielen am Leben erhalten. Bei zehn Punkten, die fehlen muss jedoch schnellst möglich weiteres Zählbares hinzukommen. Zumindest kann die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich noch darauf bauen, eine Partie weniger ausgetragen zu haben als die Konkurrenz.

Grizzly Adams Wolfsburg gegen Thomas Sabo Ice Tigers – 18:30 Uhr

Durch die 3:5-niederlage in Berlin am Freitag wurde die Siegesserie der Niedersachsen nach sechs Partien gestoppt. Dadurch verpasste es der EHC bis auf einen Zähler an den Zweiten, Düsseldorf, heranzurücken, der gleichzeitig in Krefeld eine Niederlage kassierte. Wenigstens geriet der dritte Platz nicht in Gefahr, da auch die Verfolger leer ausgingen.

In Nürnberg liefen die beiden vergangenen Partien nicht sonderlich gut. In Köln kam man mit 1:6 unter die Räder du vor zwei Tagen gaben die Franken im Schlussabschnitt eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand und verloren letztlich in der Verlängerung. Coach Andreas Brockmann zeigte anschließend Verständnis dafür, dass es eine schwache Phase im Saisonverlauf geben kann, womit er sich jedoch überhaupt nicht einverstanden zeigte, waren Spieler seines Teams, die nicht zurückarbeiteten und Egoismus zeigten. Er wird mit Sicherheit die richtigen Worte gefunden haben, damit das heute nicht noch einmal passiert.

Frankfurt Lions gegen Iserlohn Roosters – 18:30 Uhr

Zwei Siege in Folge haben die Lions zurück unter die ersten Sechs gebracht, doch dieser Platz ist heute in Gefahr. Immerhin ist mit Iserlohn so etwas wie der Angstgegner der Hessen zu Gast. Alle drei bisherigen Vergleiche in dieser Saison gingen an die Sauerländer. Partie eins und zwei wurden nach einer Zugabe entscheiden und die dritte endete denkbar knapp mit 1:0.

Vielleicht kann Frankfurt aber den Schwung der guten Leistungen gegen Düsseldorf und Hamburg mitnehmen und seinen Platz für das Viertelfinale festigen. Immerhin könnten die Lions heute an den punktgleichen Ingolstädtern vorbeiziehen und auch Nürnberg ist nur drei Zähler entfernt.

Iserlohn hat zumindest in sofern einen Weg aus der Krise gefunden als es nicht mehr in Serie verliert. Was jetzt noch hinzukommen muss, ist Konstanz, um in die Play-off-Ränge zu kommen.

DEG Metro Stars gegen Adler Mannheim – 18:30 Uhr

Nach der Niederlage in Berlin, wo Fredrick Brathwaite zweimal kräftig daneben griff, gab der Goalie der Adler am Freitag die richtige Antwort. Mit einer überragenden Leistung sicherte er seinem Team den Sieg in Ingolstadt und feierte beim 4:0 gleichzeitig sein zweites Shutout. Eine ähnliche Arbeit wird er auch heute abliefern müssen, denn gegen die beste Defensive der Liga kann jeder Tor tödlich sein.

Die Metro Stars müssen heute auf Sieg spielen. Die Partien am Dienstag und Freitag waren für sie wenig erfreulich und so sind ihnen die Verfolger bedrohlich auf die Pelle gerückt. Nur noch drei Punkte trennen die DEG vom Dritten, Wolfsburg, und auch Nürnberg ist noch nicht weg vom Fenster – es sind schließlich noch elf Spiele auszutragen. Verzichten müssen die Düsseldorfer heute auf Chris Harrington (Gerhirnerschütterung). Den Kurpfälzern fehlen heute bei der Operation „erster Saisonsieg gegen die DEG Metro Stars“ Frank Mauer, der nach seiner Gehirnerschütterung noch immer in der Reha ist, und Michael Hackert, der im Spiel gegen Ingolstadt einige Zähne einbüßte.

Kassel Huskies gegen Krefeld Pinguine – 18:30 Uhr

Sechs Spiele haben die Huskies inzwischen in Reihe verloren und so sind sie inzwischen abgeschlagen letzter. Bei sechs Punkten Rückstand auf den Vorletzten und 16 auf einen Platz in der KO-Runde kann es für die Nordhessen eigentlich nur noch darum gehen, die Saison anständig zu beenden.

Ganz anders sieht es hingegen bei den Pinguinen aus. Als zwischenzeitliches Schlusslicht haben sie sich nach dem Trainerwechsel sukzessive nach vorne gearbeitet und nach dem verdienten Sieg im Derby mit der DEG fehlt nur noch ein mickriges Pünktchen auf Mannheim, das derzeit das letzte Play-off-Ticket inne hat. Bisher stehen gegen Kassel zwei Siege auf der Habenseite, aber dennoch sollten die Rheinländer die Huskies nicht unterschätzen. Immerhin holten diese 40 ihrer 44 Punkte im eigenen Stadion.

Verfolgen Sie die heutigen Partien an 14:30 Uhr im DEL-Liveticker.