Eislauftraining mit Rick Looker

In anderer Funktion konnten 300 Kinder in Malchow (Mecklenburg-Vorpommern) Rick Looker kennen lernen. Der DEL-Profischiedsrichter gab dem interessierten Nachwuchs Eislaufunterricht und dieser hatte sichtlich Spaß dabei. Unterstützt wurde Looker von Bully, dem Maskottchen der Eisbären Berlin.

Als die Anfrage aus Malchow kam, hat Rick Looker sofort zu gesagt. Der DEL-Profischiedsrichter aus den USA unterstützte am Montag den ehemaligen Berliner Eishockey-Profi Guido Hiller beim Sportprojekt der Malchower Goetheschule.

Bully war mit von der Partie (Foto: Nordkurier)Einen Tag zuvor pfiff Rick Looker noch in Wolfsburg ein Spiel der Deutschen Eishockey Liga an, am Montag sprang er dann mit den Grundschülern übers Eis in der Malchower Eishalle. Seit zehn Jahren trainiert der in Las Vegas lebende Profi bereits Kinder. „Das macht viel Spaß. Jeder bringt sich mit ein“, sagte der Schiedsrichter. Auch wenn sein Deutsch nicht perfekt ist, die Schüler verstanden ihn sofort. Sie folgten seinen Anweisungen, sprangen um Pucks und übten das schnelle Abbremsen. Maskottchen Bully der Eisbären Berlin klatschte da auch schon das eine oder andere Mal ab, wenn die Übung auf den Schlittschuhen gut gelang. „Das Maskottchen der Eisbären war der eigentliche Star der Veranstaltung“, grinste Looker: „An dem hatten die Kids am meisten Spaß.“

So kennt man Rick Looker eigentlichNicht ganz. Rick Looker machte vor, die Kleinen zogen nach. Viel gelernt hätten sie, sagten die Kinder nach der Trainingseinheit. Und sogar auch Guido Hiller hat sich ein paar Übungen abgeguckt. Vor allem ginge es darum, sich neue Ideen und Anregungen für das Training zu geben, erklärte Rick Looker. Und Guido Hiller kann dies nur bestätigen. „Wir haben das gemacht, um auch etwas anderes kennenzulernen, einen Spezialisten zu holen“, meinte der Eishockey-Profi. Rick Looker habe eine gute Art mit den Kindern umzugehen, sonst würden ihn die Fans immer als bösen Schiedsrichter sehen. Hier zeige er eine andere Seite.

Sah DEL-Schiedsrichterausbilder Gerhard Müller, der gemeinsam mit Guido Hiller in einer Berliner Hobbymannschaft Eishockey spielt, genauso: „Die Kinder und Jugendlichen haben quasi an Ricks Lippen gehangen und die Übungen wirklich hervorragend umgesetzt.“ Müller, selbst ehemaliger Profi, ging sogar noch einen Schritt weiter: „Bei einer Trainerausbildung sollte Rick auch mal einige Übungen zeigen. Da würden vermutlich einige ganz schön erstaunt schauen.“

Rick Looker (links von Bully) mit einer Gruppe von Kindern (Foto: Nordkurier)Looker selber zeigte sich nach fast sieben Stunden auf dem Eis ebenfalls begeistert und lobte die Disziplin seiner „Schüler“: „Man hat richtig gemerkt, wie sehr die Kinder trotz der klirrenden Kälte Spaß auf dem Eis hatten. Alle Übungen, die ich mir ausgedacht habe, konnte ich durchführen, weil alle so toll mitgemacht haben. Eigentlich erwartet man ja, dass die Kids wie wild durcheinander laufen. Aber das Gegenteil war der Fall.“

Mit dem kostenlosen Unterricht - einer Idee des sportbegeisterten Bürgermeisters Joachim Stein - bringt Guido Hiller etwa 300 Schülern das Eislaufen seit dem vergangenen Jahr bei. Hiller ist bei der Stadt Malchow für den Bereich Sport verantwortlich. Konnten in den Anfängen nur etwa zwei Kinder in einer Klasse Schlittschuhlaufen, können es jetzt fast alle. Positive Erfahrungen auch für Leistungsschwächere prägen ist ein Anliegen des Unterrichts. Dabei wird gleichzeitig das sportliche Können gefördert.