News - 30.03.2013

Grizzlys kegeln Adler raus - Auch Eisbären und Pinguine durch

Halbfinals perfekt: Wolfsburg nach Überraschungs-Erfolg jetzt gegen Haie / Krefeld empfängt Berlin

Bild: City-Press

Das Wolfsburger Wintermärchen findet auch im Frühling seine Fortsetzung: Durch ein 4:3 gegen CASHPOINT-Hauptrundensieger Adler Mannheim machten die Grizzlies den Einzug ins Halbfinale perfekt und treffen dort auf die Kölner Haie, die bereits am Donnerstag Straubing in den Sommer geschickt hatten. Die zweite Halbfinalserie im Modus "Best of Five" bestreiten die Krefeld Pinguine und Rekord-Champion Eisbären Berlin. Derweil die Berliner in Hamburg durch ein 3:2 den Sack zu machten, dominierte Krefeld den ERC Ingolstadt mit 7:2. Wolfsburg sorgte zugleich für ein Novum in der 19 Jahre alten DEL-Historie: Noch nie schaffte ein Vorrunden-Zehnter den Einzug in die Vorschluss-Runde!

Grizzly Adams Wolfsburg – Adler Mannheim 4:3 (1:2, 2:0, 1:1)

Mannheim legte in Wolfsburg einen guten ersten Abschnitt hin, musste aber zunächst den Rückstand durch Gregory Moore (10.) hinnehmen. Nur fünf Minuten später glichen die Adler mit ihrem ersten Powerplay-Tor der Serie aus, ehe Yanick Lehoux eine Sekunde vor der Sirene das Spiel drehte. Der zweite Abschnitt gehörte jedoch wieder den Grizzlys.

Aleksander Polaczek (32.) in Überzahl und Vincenz Mayer (36.), von ServusTV vom „Man of the Match“ gewählt, brachten den EHC wieder in Front. In der zweiten Drittelpause hatte sich Mannheim jedoch viel vorgenommen und kam mit viel Schwung aus der Kabine. Wolfsburg hatte große Probleme mit den Kurpfälzern und folgerichtig glich der fünfmalige DEL-Champion den Krimi erneut aus. Die Grizzlys zeigten sich jedoch nicht geschockt, fanden wieder zu ihrem Spiel und legten in Persona von Aaron Brocklehurst wieder vor. In packenden Schlussminuten brachte Wolfsburg den Vorsprung über die Zeit.

Adler Christoph Ullmann im Anschluss an die Partie: „Das ist eine Enttäuschung. Es war eine enge Serie und am Ende hat uns vielleicht das Powerplay das Genick gebrochen. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Es ist einfach nur bitter. Wir hatten einen sehr starken Gegner und mein Respekt geht an Wolfsburg.“

Auf Seiten der Grizzlys sagte ein freudestrahlender Vincenz Mayer: „Es ist ein Traum, dass wir weiter gekommen und das vor dieser Kulisse heute. Ich habe einfach noch nicht die richtigen Worte.“

Tore: 1:0 Gregory Moore (9:22/PP1), 1:1 Christoph Ullmann (15:08), 1:2 Yanick Lehoux (19:59/PP1), 2:2 Aleksander Polaczek (31:28/PP1), 3:2 Vincenz Mayer (35:50), 3:3 Frank Mauer (45:15), 4:3 Aaron Brocklehurst (58:37)
Zuschauer: 4.119

Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 2:3 (0:0, 0:3, 2:0)

Bild: City-Press

Nach der knappen 2:3-Niederlage vom Donnerstag begann Hamburg vor eigenem Publikum engagiert und war bemüht dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Berlin stand jedoch gut gestaffelt und ließ keine guten Einschussmöglichkeiten für die Freezers zu. Auch im zweiten Spielabschnitt agierten die Hauptstädter geduldig und warteten auf ihre Chance. Die kam in der 23. Spielminute im Powerplay: Darin Olver brachte die Scheibe auf das Tor und Barry Tallackson drückte den Abpraller über die Linie.

Die Hanseaten brauchten einige Zeit, um sich von dem Rückschlag zu erholen und Jens Baxmann (24.) nutzte die Unordnung, um den Vorsprung der Eisbären auszubauen. Es war der 43. Treffer der Serie und damit ist das Viertelfinale zwischen den Anschutz-Clubs das torreichste der DEL-Geschichte. Kurz vor der zweiten Sirene legte Tyson Mulock auch noch einen dritten Treffer nach. Das Ausscheiden vor Augen legte Hamburg im Schlussdrittel los für die Feuerwehr, machte Druck auf Eisbären-Goalie Robert Zepp und kam durch Thomas Dolak (43.) zum Anschlusstreffer. Die Hoffnung war für Hamburg da und die Hanseaten versuchten weiter zu verkürzen – mit Erfolg. Vier Minuten vor dem Ende gestaltete Brandon Reid die Partie mit seinem Treffer wieder völlig offen. In einer packenden Schlussphase kam der Titelverteidiger noch einmal ins Straucheln, fiel aber nicht.

Freezers-Kapitän Christoph Schubert: „Berlin ist heute mit einem Powerplaytor in Führung gehen und gerade die Überzahltreffer wollten wir verhindern. Die Jungs können Eishockey spielen, wie wir auch, aber sie waren einfach besser. Das muss man anerkennen. Es ist sehr schade, dass es nicht gereicht hat. Das ist eben Eishockey.“

Tore: 0:1 Barry Tallackson (22:00/PP1), 0:2 Jens Baxmann (23:33), 0:3 Travis James Mulock (39:01), 1:3 Thomas Dolak (42:00), 2:3 Brandon Reid (55:35)
Zuschauer: 8.580

ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 2:7 (1:1, 1:5, 0:1)

Gut 30 Minuten durften die Ingolstädter Panther hoffen, dann sorgten ein kollektiver Tiefschlaf und Tore im Minuten-Takt für das Playoff-Aus der Schanzer. Doch der Reihe nach: Zwar hatte Kevin Clark die Gäste schon nach knapp sechs Minuten in Front gebracht, doch Thomas Greilinger und Derek Hahn sorgten im Ingolstädter Lager durch ihre Treffer bis zur Halbzeit für Euphorie.

Dann jedoch leitete Nationalstürmer Daniel Pietta mit seinem Ausgleich die Wende für die Pinguine und das Ende für Ingolstadt ein: Innerhalb von fünf Minuten drehten die Seidenstädter das 50. DEL-Duell gegen die Oberbayern und gingen mit einer komfortablen 6:2-Führung in den Schlussabschnitt.

Mit diesem Vorsprung im Rücken agierten die Schwarz-Gelben in der Folgezeit souverän und ließen nie einen Zweifel aufkommen, wer an diesem Tag als Sieger das Eis verlassen würde. Im Gegenteil: In Überzahl markierte der gut aufgelegte Pietta gut fünf Minuten vor Ultimo das 7:2 und machte das 4:2 in der Serie und den "Match-Puck" perfekt. In der Vorschluss-Runde treffen die Pinguine nun in der Serie Best-of-Five auf die Eisbären Berlin.

Tore: 0:1 Kevin Clark (05:47), 1:1 Thomas Greilinger (15:25), 2:1 Derek Hahn (23:31/PP1), 2:2 Daniel Pietta (31:26/PS), 2:3 Francois Methot (32:15); 2:4 Boris Blank (32:38), 2:5 Thomas Kurka (34:02), 2:6 Kevin Clark (36:25), 2:7 Daniel Pietta (54:56/PP1)
Zuschauer: 4.351

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