News - 09.02.2013

"Jetzt-erst-Recht"-Stimmung im deutschen Team

Barta: "An der Ausgangslage hat sich nichts geändert" / Sieg gegen Österreich Pflicht

Bild: City-Press

Wenn das unglückliche 1:2 gegen Italien für etwas gut war, dann zur Bestätigung des Leitsatzes von Bundestrainer Pat Cortina. „Es gibt keine leichten Gegner im Eishockey. Jede Partie muss erst einmal gespielt werden", hatte der 48 Jahre alte Italo-Kanadier vor dem zweiten Duell der 2013 IIHF Olympia-Qualifikation gewarnt.

Leider sollte Cortina recht behalten: Die Italiener drehten in den 63 Minuten gegen die Hausherren jeden Zentimeter Eis um, klebten wie Fliegen an ihren deutschen Gegenspielern, die dadurch nicht den gewünschten Raum zur Entfaltung bekamen. Dabei hatte die deutsche Mannschaft die Partie bis auf ein paar Minuten zu Beginn eigentlich fest im Griff. Rund 70 Prozent Scheibenbesitz verbuchte das deutsche Team: Eine beeindruckende Quote. 

Entscheidend durchsetzen konnten sich die Cortina-Männer indes selten. Und wenn, dann stand Italien-Goalie mit DEL-Erfahrung,  Adam Dennis, im Weg. Besonders in der Drangphase, als die deutschen Cracks um Kapitän Michael Wolf das „Dauerfeuer“ eröffneten, blieb Dennis cool.

„Wir haben gekämpft ohne Ende, letztlich hat das Quäntchen Glück gefehlt“, meinte Hamburgs Stürmer David Wolf, musste aber dennoch anerkennen: „Die Italiener haben uns das Leben schwer gemacht, konnten auch zu Beginn offensiv Akzente setzen und haben gleichzeitig hinten gut verteidigt.“ Im Lauf der Partie schien das italienische Abwehrbollwerk phasenweise zu bröckeln - allein, es fiel nicht. „Die haben mit fünf Mann hinten drin gestanden und der Keeper hat gut gehalten“, analysierte David Wolf.

Für die Nationalmannschaft ist indes (noch) nichts verloren. Am Sonntag (ab 15.15 Uhr, live bei SPORT1) kommt es zum Showdown gegen Österreich. „Das hat ja jeder erwartet. An der Ausgangslage, dass wir das letzte Match gewinnen müssen, ändert sich nichts“, erklärte Schweden-Legionär Alexander Barta.

Auch Bundestrainer Pat Cortina hat die Niederlage bereits abgehakt, zurück blicken gilt nicht. Vielmehr lenkt Cortina die Aufmerksamkeit auf das alles entscheidende Match am Sonntag: „Mit einem Sieg über Österreich haben wir immer noch die Möglichkeit, Erster zu werden und uns für Sotschi zu qualifizieren. Diese Chance müssen wir nutzen."

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