News - 08.02.2013

„Mission Olympia“: Auftakt mit Schönheitsfehlern

Deutschland erledigt „Pflichtaufgabe“ / Steigerungspotenzial vorhanden / Heute gegen Italien

Bild: City-Press

Erfolgreich und effektiv - aber nicht schön: Der 5:1-Start der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in die 2013 IIHF Eishockey Olympia-Qualifikation geriet zur allseits erwarteten Belastungsprobe für`s Nervenkostüm. „Drei Punkte eingefahren, Pflichtaufgabe erfüllt“, hieß es im Anschluss an eine Partie, in der die Gastgeber vor 3.780 Zuschauern in der EgeTrans Arena in Bietigheim-Bissingen die 60 Minuten gegen den Außenseiter aus dem Land der Tulpen zwar dominieren, jedoch nicht vollends überzeugen konnten.

Das mussten auch die Akteure selbst hinterher zugeben. „Es war wie immer, wenn ein Favorit gegen einen Außenseiter spielt. Du kannst da nur verlieren und gewinnst keinen Schönheitspreis. Das ist in jeder Sportart so“, brachte  Stürmer Felix Schütz von den Kölner Haien die allgemeine Stimmungslage auf den Punkt.

Gegen die Niederländer taten sich die Männer von Bundestrainer Pat Cortina phasenweise sehr schwer. Das lag zum einen an der eher unkonventionellen Spielweise der stets bemühten und nie aufgebenden Holländer, zum anderen an der verbesserungswürdigen Chancenverwertung. Allein das Schussverhältnis von 57:10 für die Hausherren spricht da Bände. „Wir haben nicht so gespielt, wie wir sollten und wie wir es können“, gestand Verteidiger Constantin Braun von den Eisbären Berlin. Eine Aussage, die Stürmer Jerome Flaake (Hamburg Freezers) bestätigte: „Gegen Italien müssen wir uns steigern.“

Ein gutes Schlussdrittel, getragen von dem stark aufspielenden Schweden-Legionär im deutschen Team, Alexander Barta (Rögle BK), der mit zwei Toren und drei Beihilfen an allen fünf deutschen Toren beteiligt war, reichte der deutschen Auswahl zum erwarteten Erfolg. Die Fans in der Arena jedenfalls verabschiedeten die Mannschaft mit stehenden Ovationen. Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Der Start in die „Mission Olympia“ ist geglückt, Luft nach oben ist allerdings noch da. Wolfsburgs Kai Hospelt: „Wir haben den Sieg eingefahren, alleine das zählt.“

Obacht ist jedenfalls geboten. Wie schwer es gegen ein nominell schwächer eingestuftes Team werden kann, zeigte nur wenige Stunden zuvor Österreich, das sich gegen bissige Italiener ebenfalls extrem schwer tat und mit Ach und Krach ein 3:2 über die Zeit brachte. Auch deshalb dürfte das deutsche Team vor dem heutigen Match (ab 19:15 Uhr live auf SPORT1) gegen die „Azzurri“ gewarnt sein.


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