Vorschau - 01.02.2013

Spieltag 42: Iserlohn will unter LAOLA-Beobachtung Revanche

Jubiläum der Liga-Schwergewichte: 100. Mal Adler gegen Eisbären / Comeback-Wochenende von Ullmann

Bild: City-Press

Ein besonderes Jubiläum erlebt die SAP-Arena am 42. DEL-Spieltag: Zum 100. mal treffen die beiden Liga-Schwergewichte Adler Mannheim und Eisbären Berlin aufeinander. Ein Duell, das traditionell immer eng ist und das in der Gesamtwertung auch keinen klaren Führenden kennt: Aktuell haben die Adler mit 49:48 den Schnabel knapp vorn. Derweil Iserlohn unter Beobachtung von LAOLA1.tv (ab 19.25 Uhr im Livestream) Revanche für das 1:2 vom Dienstag gegen Tabellenführer nehmen will, kämpft Ingolstadt gegen Hamburg um den Verbleib in den direkten Playoff-Plätzen. Der ist nämlich im Niederlagen-Fall in Gefahr, wenn die Augsburger Panther gleichzeitig in Nürnberg gewinnen. Ihre Mini-Chance auf einen Playoff-Platz wollen die Grizzly Adams Wolfsburg gegen Straubing wahren – und dabei zugleich an einer ganz besonderen Serie basteln. Klar auf Sieg für die Heimteams stehen die Zeichen in Hannover (gegen Düsseldorf) und Krefeld (gegen München).

Iserlohn Roosters - Kölner Haie (ab 19:25 Uhr live auf www.laola1.tv)

Bild: Logo

Die Revanche steht unter besonderer Beobachtung: 48 Stunden nach dem hart erkämpften 2:1 der Kölner Haie gegen die Iserlohn Roosters kommt es am Seilersee zum Rückkampf – und LAOLA1.tv ist per stream ab 19.25 Uhr live dabei. Für die Roosters hatte die Niederlage einen bitteren Nachgeschmack. Bitter deshalb, weil dem IEC ganze 38 Sekunden für einen Teilerfolg in der LANXESS arena fehlten. Da nämlich hielt Haie-Kapitän John Tripp seinen Schläger in einen Schuss und bugsierte die Scheibe glücklich über die Linie - irgendwie eben. So ist es nun mal, wenn man oben steht. Doch die Haie wussten genau, dass das Ergebnis am Ende doch etwas schmeichelhaft war. „Wir haben uns lange schwer getan, es war nicht unser bestes Saisonspiel, aber am Ende zählen nur die Punkte“, erkannte auch KEC-Stürmer Felix Schütz.

Adler Mannheim - Eisbären Berlin

Kann Nationalstürmer Christoph Ullmann sein Comeback-Wochenende nach achtwöchiger Verletzungspause mit einem Erfolg gegen die Eisbären einläuten und damit im 100. DEL-Vergleich gegen die Eisbären am 50. Sieg der Mannheimer mit wirken? Das ist die Frage vor dem vierten Saison-Duell zwischen dem Meister aus der Hauptstadt und den Kurpfälzern. Zuletzt krallten sich die Eisbären innerhalb einer Woche in der heimischen O2 World die Adler gleich zweimal: Durch ein 5:2 und ein 3:1 holte der Titelverteidiger alle sechs möglichen Punkte.

Allerdings fanden die Leistungen der Eisbären in der Liga anschließend bis dato nicht den rechten Niederschlag. Die einzige Konstante, die die Berliner in diesem Jahr begleitet ist die hohe Schwankungsbreite ihrer Leistungen. Die soll nach dem Abschied der NHL-Stars Danny Briere und Claude Giroux durch den 28 Jahre alten Mittelstürmer Corey Locke minimiert werden. Zudem wurde in einer Blitzaktion Ryan Caldwell vom finnischen Erstligisten Lukka Rauma verpflichtet. Der 31jährige mit DEL-Erfahrung in Düsseldorf soll der Berliner Abwehr Sicherheit geben. Vielleicht kommen die Eisbären, derart verstärkt, ja zu ihrem 49. Sieg gegen die Adler und den damit verbundenen „Ausgleich“.

ERC Ingolstadt - Hamburg Freezers

Des einen Leid, des anderen Hoffnung: Während der ERC Ingolstadt auf der Suche nach sportlicher Konsolidierung in dem Slowenen Robert Sabolic fündig geworden ist, kämpfen die Hamburg Freezers tapfer gegen Verletzungspech und eine Negativserie in der Fremde. Seit vier Duellen warten die Norddeutschen auswärts auf einen Erfolg. Nun müssen sie bei den Schanzern auch noch auf Stürmer Thomas Oppenheimer verzichten. Der Nationalspieler zog sich am vergangenen Sonntag beim Spiel in Berlin einen Fußwurzelbruch im linken Fuß zu und muss sich nun in den nächsten mindestens sechs Wochen in Eis-Abstinenz üben

Auch das Olympia-Qualifikationsturnier in der kommenden Woche fällt für ihn flach. Das hat er übrigens gemeinsam mit Ingolstadts Thomas Greilinger, dessen Mittelfußbruch die Initialzündung für die Blitzverpflichtung des 24jährigen Sabolic war. In der bisherigen Saisonstatistik führt der ERC noch mit 2:1 – mit einem Sieg wäre zumindest die vier Spiele währende Niederlagenserie der Hamburger in der Fremde Geschichte.

Grizzly Adams Wolfsburg - Straubing Tigers

Die Grizzly Adams haben ihren Strohhalm gefunden. Angreifer Levi Nelson wird die Niedersachsen ab sofort im Angriff verstärken. Der 24 Jahre alte Center kommt aus der nordamerikanischen East Coast Hockey League (ECHL) und wird schon heute gegen die Straubing Tigers einsatzbereit sein. Ein Duell, das für die Grizzlies richtungweisenden Charakter hat: Ein Sieg muss her, um sich die Chance auf Playoff-Platz 10 zu erhalten. Damit würden die Wolfsburger – quasi im Vorbeigehen – einen Saisonrekord aufstellen. Bis dato teilen sich die Niedersachsen Rang eins des in Serie erfolgreichsten Heimteams mit Krefeld. Beide Teams waren acht Mal in Folge vor heimischer Kulisse siegreich. Mit einem Dreier gegen die Niederbayern würde Wolfsburg in dieser Statistik alleiniger Spitzenreiter – sicher mehr als ein Trostpflaster für eine bisher eher unbefriedigende Saison.

Thomas Sabo Ice Tigers - Augsburger Panther

Wenn die Thomas Sabo Ice Tigers gegen die Augsburger Panther antreten, geht’s um mehr als Ruhm und Ehre. Klar, würden die Gäste liebend gern das prestigeträchtige bayerische Derby gewinnen, aber wichtiger ist indes ein Playoff-Platz. Das gilt natürlich umso mehr für die Ice Tigers, die sich in der Tabelle derzeit auf dem zehnten und letzten Playoff-Platz festkrallen. Beide Mannschaften trennen nur drei Punkte. Der Fahrstuhl kann also sehr schnell nach oben, noch schneller aber ganz nach unten gehen. Das gilt natürlich vor allem für die Nürnberger, die ihrem Anspruch derzeit etwas hinterher laufen. Fünf Niederlagen in Folge führten dazu, dass man sich eigentlich keinen Stolperer mehr leisten darf – und schon gar nicht im Duell gegen einen direkten Konkurrenten in dieser Tabellen-Region.

Hannover Scorpions - Düsseldorfer EG

Für die in diesem Jahr arg gebeutelte DEG sind die Hannover Scorpions so etwas wie ein „Lieblingsgegner“. Denn zwei der drei direkten Vergleiche gingen bislang an das Schlusslicht aus der NRW-Landeshauptstadt. Das dürfte im Hauptrunden-Endspurt aber eher von untergeordneter Rolle sein. Denn die Niedersachsen, die im vergangenen Jahr die Düsseldorfer „Rote-Laterne-Erfahrung“ machen mussten, dürfen sich im dichtgedrängten mittleren Tabellen-Drittel keinen Ausrutscher erlauben. Zumal die Scorpions nach zuvor drei Siegen zuletzt gegen Mannheim durch ein 1:4 etwas aus dem Tritt geraten waren.

Krefeld Pinguine - EHC Red Bull München

Für die Krefeld Pinguine ist am vergangenen Wochenende eine lange Durststrecke zu Ende gegangen. Allerdings mit Acht und Krach: Nach 22 Minuten sahen die Seidenstädter gegen Augsburg, mit 4:0 vorn, schon wie der sichere Sieger aus, ehe die Pinguine seltsamerweise noch ins Schlingern gerieten und ein 4:3 gerade noch so über die Zeit retten konnten. Geht es nach Trainer  Rick Adduono, passiert den Krefeldern so etwas nicht noch einmal: „Wir wollen unbedingt punkten, dafür werden wir hochmotiviert und engagiert zu Werke gehen.“

Verzichten müssen die Pinguine dabei lediglich auf den Grippeerkrankten Patrick Klöpper. Zwar haben die Krefelder auf Rang fünf derzeit eine gute Playoff-Ausgangsposition, aber Kontrahent München hegt auf Platz elf ebenfalls noch Hoffnungen auf einen der begehrten zehn Endkampf-Ränge. Die Statistik spricht dabei klar für Krefeld: zwei der drei Duelle gingen an die Seidenstädter. Außerdem häuften die Bullen in der Fremde schon 14 Niederlagen an – eher eines der schlechteren Omen vor einem Auswärts-Auftritt.

Die Partien vom Freitag im Überblick:

Iserlohn Roosters - Kölner Haie (ab 19:25 Uhr live auf www.laola1.tv)
Adler Mannheim - Eisbären Berlin
ERC Ingolstadt - Hamburg Freezers
Grizzly Adams Wolfsburg - Straubing Tigers
Thomas Sabo Ice Tigers - Augsburger Panther
Hannover Scorpions - Düsseldorfer EG
Krefeld Pinguine - EHC Red Bull München

Verfolgen Sie alle Spiele ab 19:30 Uhr im DEL-Liveticker.

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