Vorschau - 25.01.2013
Spieltag 40: DEL-Klassiker Eisbären gegen Haie live auf LAOLA1
Nach 13 Jahren beendet Thomas Eichin seine DEL-Karriere und kehrt zu seinen fußballerischen Wurzeln zurück. In Berlin startet der Haie-Geschäftsführer seine ganz persönliche Abschiedstour durch die Liga. Ein Duell, das zu den DEL-Klassikern zählt und das von LAOLA1.tv live im Internet gestreamt (ab 19.25 Uhr) wird. Wollen die Haie auf Schlagdistanz zu Spitzenreiter Mannheim bleiben, muss ein Sieg in der proppevollen O2 World her. Derweil die Adler die Heimserie der Grizzly Adams Wolfsburg zu stoppen trachten und Ingolstadt die Krefeld Pinguine zum „Duell der Pechvögel“ empfängt, haben sich in Hamburg die Ice Tigers aus Nürnberg angesagt. München peilt gegen Hannover einen ganz besonderen Rekord an: Das fünfte Penaltyschießen in Serie. Während in Iserlohn die Straubing Tigers im Kampf um die Playoff-Plätze zu seinem „Sechs-Punkte-Spiel“ gastieren, sind die Vorzeichen in der Partie der Augsburger gegen Schlusslicht Düsseldorf eindeutig!
Eisbären Berlin - Kölner Haie (live ab 19.25 Uhr auf www.laola1.tv)
Auftakt für die Abschieds-Tour von Thomas Eichin: Nach 13 Jahren als Geschäftsführer bei den Haien zieht es den Ex-Fußballer in sein angestammtes Metier zurück. Nach der schnellen Verpflichtung von Lance Nethery wird Eichin bereits am 15. Februar seinen Job bei Werder Bremen antreten. Bis dahin ist volle Konzentration für die Haie angesagt. Die werden die Domstädter auch benötigen. Denn auf der Zielgerade zu den Playoffs kommen die Eisbären traditionell erst richtig in Fahrt. In dieser Saison haben beide Teams bereits drei Mal gegeneinander gespielt – zwei Mal konnten die Berliner die Partie für sich entscheiden. Zuletzt präsentierten sich beide Mannschaften in guter Form: Die Eisbären setzten sich gegen EHC Red Bull in München nach Penaltyschießen 3:2 durch, die Haie waren daheim gegen die Thomas Sabo Ice Tigers mit 4:1 erfolgreich. Wer bleibt am Freitag in der O2 World in der Erfolgsspur? Die Antwort gibt’s ab 19.25 Uhr live auf www.laola1.tv!
Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim
Niedersächsisches Wochenende für die Adler: Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen die Hannover Scorpions müssen die Mannheimer in Wolfsburg ran. Eine Partie, die von der Papierform her, nur einen Sieger haben kann. Denn bis dato hat der Tabellenführer alle drei Saisonvergleiche gewonnen. Vor nicht einmal zwei Wochen tat sich die Mannschaft um Kapitän Marcus Kink jedoch äußerst schwer beim 2:1-Heimsieg gegen die Grizzlies. Die Niedersachsen gingen in den beiden Spielen seitdem jeweils ins Penaltyschießen. In Straubing gab die Mannschaft von Trainer Pavel Gross eine 2:0-Führung nach dem ersten Drittel aus der Hand und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Dafür holte sich Wolfsburg auch dank zweier Tore von Matt Dzieduszycki, der gerade seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, am vergangenen Sonntag zwei Punkte vor eigenem Publikum gegen Ingolstadt. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz zehn haben die Wolfsburger die Playoffs noch nicht abgeschrieben. Allerdings sind dafür Siege in eigener Halle Pflicht. Und davon haben die Wolfsburger zuletzt sieben in Serie geholt – die Adler haben eine nicht zu unterschätzende Hürde vor sich.
ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine
In Ingolstadt treffen zwei Teams aufeinander, die derzeit das Pech magisch anzuziehen scheinen. Während die Panther seit dem Trainerwechsel eher auf der Stelle stehen, dauert die Phase der Erfolglosigkeit bei den Gästen aus Krefeld nun bereits sechs Partien an. Zu allem Überfluss werden die Ingolstädter derzeit auch noch von einer Verletzungsmisere heimgesucht. Im Trainingslager der Nationalmannschaft zog sich Top-Scorer Thomas Greilinger Anfang der Woche einen Mittelfußbruch zu und fällt länger aus. Zuvor meldete sich Verteidiger Michel Periard mit einer im Training erlittenen Gehirnerschütterung auf unbestimmte Zeit ab. Optimismus können die Schanzer indes aus der Statistik ziehen: Denn alle drei Saisonvergleiche gingen an den ERC. Der letzte übrigens am 6. Januar. Ein Duell, das übrigens die aktuelle Niederlagen-Serie der Pinguine einleitete – wenn das kein Strohhalm ist!
Hamburg Freezers - Thomas Sabo Ice Tigers
Im Endspurt um die Playoff-Plätze haben sich die Freezers unter der Woche noch einmal verstärkt. Nachdem am Montag die Reaktivierung von Eric Schneider in der DEL bekannt wurde, nahmen die Norddeutschen tags darauf den 23jährigen Weißrussen Artem Demkov aus der nordamerikanischen ECHL für die Hamburger Offensiv-Abteilung unter Vertrag. Das scheint auch nötig, denn der Tabellen-Dritte ist auf der Suche nach der so wichtigen Konstanz. Immer wieder setzte es zuletzt nach Siegen postwendend Rückschläge. Demnach wäre gegen die Ice Tigers wieder eine Niederlage an der Reihe – wenn sich die Franken derzeit selbst nicht in einer „kritischen Phase“ befänden, wie Hauptsponsor Thomas Sabo im Nürnberger Fan-Forum anmerkt. Um dies zu ändern, werden die Ice Tigers, so Sabo, versuchen, ihre zwei letzten Ausländerlizenzen zu besetzen. In Hamburg kommt diese Verstärkung indes noch nicht zum Tragen. Schade eigentlich, denn in allen drei bisherigen Duellen setzte sich jeweils die Heim-Mannschaft durch!
EHC Red Bull München - Hannover Scorpions
Eines ist sicher: Spiele mit Münchner Beteiligung waren zuletzt nichts für schwache Nerven. Alle vier Partien der Bullen seit dem 11. Januar wurden erst im Penaltyschießen entschieden – und alle übrigens kurioserweise mit dem gleichen Resultat: 3:2. Ärgerlich nur, dass der EHC davon nur einmal mit zwei Zählern profitierte. Gleiches gilt für die bisherigen Auseinandersetzungen gegen die Niedersachsen, von denen zwei an die Scorpions gingen. Wenn die Münchner weiter im Playoff-Rennen verbleiben wollen, muss in jedem Fall ein Erfolgserlebnis her. Dies, zumal Hannover mit vier Punkten Vorsprung auf Rang acht in Reichweite ist. Hoffnung dürften die Bayern aus dem Umstand schöpfen, dass die Niedersachsen in der Fremde eher durchwachsene Resultate aufzuweisen haben. Wenn die Scorpions als Gäste Punkte verschenkten, dann taten sie dies konsequenterweise richtig. Und das war in der laufenden Saison bereits elf Mal der Fall.
Iserlohn Roosters - Straubing Tigers
Sechs-Punkte-Duell am Seilersee: Im Kampf um Playoff-Plätze sind Siege gegen einen direkten Konkurrenten besonders wichtig. Das Momentum dabei scheint auf Seiten der Roosters zu liegen, die seit fünf Spielen nicht zu bezwingen waren und am letzten Wochenende erstmals seit langer Zeit wieder einen Playoff-Platz erklommen (10.) Dabei tauschte der IEC ausgerechnet mit den Straubing Tigers den Tabellenrang. Weiteres Omen, das für die Roosters spricht: Die aktuelle Serie startete Iserlohn am 6. Januar gegen? Na klar, Straubing! Damals gab es ein 3:0. Seither läuft es wie geschmiert für die Roosters, deren Trainer Doug Mason die gewachsene Harmonie in seinem Team als ursächlich dafür ansieht: „Jetzt haben sich auch unsere Offensiv-Reihen gefunden.“ Wollen die Gäste im Playoff-Showdown nicht abreißen lassen, darf man auf keinen Fall unter die Räder kommen – am Seilersee traditionell kein leichtes Unterfangen.
Augsburger Panther - Düsseldorfer EG
Die Vorzeichen könnten eindeutiger nicht sein: Hier ambitionierte Augsburger, die als Tabellen-Sechster und „Bayerischer Meister“ selbstbewusst Richtung Playoffs düsen, dort eine Düsseldorfer EG, sich zwar noch vor dem letzten Wochenende mit dem inoffiziellen Titel „Tabellenführer 2013“ schmücken konnte, doch sowohl gegen Iserlohn als auch Berlin drei Punkte abgab und als Schlusslicht bereits zehn Zähler Rückstand auf den Vorletzten Wolfsburg hat. Dazu gehören Auftritte der Rot-Gelben in der Fremde nicht gerade zu deren anerkannter Stärke: Erst ein Dreier ging auswärts an die DEG, dem gegenüber stehen 14 glatte Niederlagen. Zu allem Überfluss müssen die Rheinländer auch noch auf ihre personifizierte Lebensversicherung im Tor, Bobby Goepfert, verzichten. Den fangsicheren und reaktionsschnellen Goalie plagen hartnäckige Knieprobleme.
Alle Partien des 40. Spieltages im Überblick:
Eisbären Berlin - Kölner Haie
Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim
ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine
Hamburg Freezers - Thomas Sabo Ice Tigers
EHC Red Bull München - Hannover Scorpions
Iserlohn Roosters - Straubing Tigers
Augsburger Panther - Düsseldorfer EG




