Spieltag - 25.01.2013

Haie verdrängen Adler vom Gipfel

Adler patzen in Wolfsburg / Haie dominieren Eisbären / Straubing gewinnt „Sechs-Punkte-Spiel“

Bild: City-Press

Wechsel an der Spitze: Die Kölner Haie haben durch ein 3:1 bei Titelverteidiger Berlin die Tabellenführung von den Adler Mannheim übernommen, die in Wolfsburg beim 2:4 patzten. Derweil konnte sich Hamburg auf Rang drei durch ein 4:2 gegen Nürnberg etwas Luft auf die Verfolger verschaffen. Krefeld kassierte durch ein 3:4 in Ingolstadt die siebte Niederlage in Folge, während sich Hannover nach einem 1:0 gegen München auf den achten Platz nach vorn schob. Unterdessen musste Iserlohn im Playoff-Kampf durch das 3:5 gegen Straubing einen Rückschlag hinnehmen. Düsseldorf gewann gegen Augsburg nach Penaltyschießen 3:2.

Eisbären Berlin - Kölner Haie 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)

Bild: City-Press

Das beste Auswärts-Team der Liga diktierte dem Titelverteidiger in dessen Gefilden die Spielweise. Über weite Strecken das bessere Team, gingen die Haie durch Nathan Robinson, von Andreas Holmqvist traumhaft bedient, früh in Front. Berlin blieb, abgesehen von einem Metalltreffer Barry Tallacksons, eher blass und musste vor dem Schlussabschnitt froh sein, nur mit einem Treffer hinten zu liegen. Die fahrlässige Chancenverwertung des KEC rächte sich, als Jens Baxmann der schmeichelhafte Ausgleich glückte. Keine Minute darauf brachte Rok Ticar die Haie im Powerplay wieder in Front, in der Schlussminute sorgte ein Emtpynetter für die verdiente Entscheidung zu Gunsten Kölns.

Kölns Trainer Uwe Krupp: „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gezeigt. Von der ersten Minute an waren wir sehr konzentriert. Über 60 Minuten waren wir heute einfach ein bisschen stärker als Berlin. Wir haben den Eisbären wenig Zeit an der Scheibe gegeben. Das war ein verdienter Sieg.“

Tore: 0:1 Nathan Robinson (3:00), 1:1 Jens Baxmann (49:33), 1:2 Rok Ticar (50:28/PP1), 1:3 Mirko Lüdemann (59:05/SH1/EN)
Zuschauer: 14.200

Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)

Gerade mit einem neuen Vertrag ausgestattet, schoss Matthew Dzieduszycki die Grizzlys im Kampf um die Playoffs gegen Mannheim zweimal in Front. Im Schlussabschnitt konnten die Adler noch einmal verkürzen, nachdem Sebastian Furchner für Wolfsburg nachgelegt hatte, aber das 4:2 der Niedersachsen besiegelte die Niederlage der Adler.

„Wir wussten heute, was uns erwartet. Mannheim hat uns in dieser Saison bereits mehrmals geschlagen“, erklärte Grizzly-Trainer Pavel Gross und fuhr fort: "Bis auf die vielen Unterzahlspiele haben wir heute vieles richtig gemacht. Der Save von Sebastian Vogl kurz vor Schluss war sicher der „Gamebreaker“. Danach haben wir das vierte Tor geschossen. Respekt vor meiner Mannschaft und der heutigen Leistung.“

Adler-Coach Harold Kreis: „Wolfsburg war heute sehr stark. Sie sind gut gelaufen und haben viele Zweikämpfe gewonnen. Meine Mannschaft hat zwar auch eine gute Leistung gezeigt, aber aufgrund der etlichen Strafen und auch der Tatsache, dass Wolfsburg heute gut gearbeitet hat, hat es nicht für uns gereicht.“

Tore: 1:0 Matthew Dzieduszycki (25:09), 1:1 Michael Glumac (28:27/PP1), 2:1 Matthew Dzieduszycki (40:18/PP1), 3:1 Sebastian Furchner (48:06), 3:2 Michael Glumac (52:02/PP1), 4:2 Kai Hospelt (59:07/EN)
Zuschauer: 2.075

ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 4:3 (0:0, 2:1, 2:2)

Ein insgesamt hart umkämpftes Spiel in Ingolstadt glich Richard Pavlikovsky für die Gäste aus Krefeld zum Start des Schlussdurchgangs aus. Die Hausherren, die nach dem Mittelfußbruch von Thomas Greilinger auf ihren besten Scorer verzichten mussten, fanden jedoch eine passende Antwort. Binnen zehn Sekunden stellten Jakub Ficenec und Joseph Motzko in der 48. Spielminute einen Zwei-Tore-Vorsprung her. Herberts Vasiljevs konnte für die Pinguine in der Schlussminute nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Damit konnten die Pinguine ihre Talfahrt auch in Ingolstadt nicht stoppen und kassierten im siebten Spiel 2013 die siebte Niederlage.


Tore: 0:1 Francois Méthot (28:12/PP1), 1:1 Kristopher Sparre (35:08), 2:1 John Laliberte (37:21/PP1), 2:2 Richard Pavlikovsky (42:50), 3:2 Jakub Ficenec (47:10), 4:2 Joseph Motzko (47:20), 4:3 Herberts Vasiljevs (59:41/EA)
Zuschauer: 3.135

Hamburg Freezers - Thomas Sabo Ice Tigers 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

Ice Tiger Casey Borer hielt die Franken mit zwei Toren in Hamburg im Spiel, aber Nürnberg fehlte immer wieder das Quäntchen Glück, um Hamburg vor über 7.000 Zuschauern ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. So war es Colin Murphy, der den Freezers-Triumph in der Schlussminute mit einem Schuss in das verwaiste Franken-Tor und den 23. Saisonsieg für sein Team unter Dach und Fach brachte.

Freezers-Coach Benoît Laporte: „Wir sind in der heißen Playoff-Phase, da ist jeder Punkt wichtig. Ich bin glücklich über die Leistung meiner Mannschaft, auch die neuen Spieler haben eine gute Leistung gezeigt und dem Team geholfen.“

Ice Tigers-Trainer Bengt-Åke Gustafsson: „Gratulation an Hamburg. Ich denke es war ein gutes Spiel, in dem meine Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat. Leider fehlt uns zur Zeit ein bisschen das Glück. Aber wir werden weiter hart arbeiten. Wir wissen, dass wir genug Qualität haben, um gegen jeden Gegner gewinnen zu können.“

Tore: 1:0 Colin Murphy (17:01), 1:1 Casey Borer (20:52/PP1), 2:1 Thomas Oppenheimer (24:36), 3:1 Robert Collins (52:58/PP1), 3:2 Casey Borer (53:30), 4:2 Colin Murphy (59:25/EN)
Zuschauer: 7.521

EHC Red Bull München - Hannover Scorpions 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

In einem überlegen geführten ersten Drittel verpasste es München in Führung zu gehen. 16 Schüsse setzten die Bayern in Richtung Scorpions-Tor ab, aber jeder Puck war sichere Beute von Hannovers Schlussmann Dimitri Pätzold. Nach der ersten Pause fanden auch Pätzolds Vorderleute in die Partie und es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Gäste durch ein Treffer von David Sulkovsky aus der 45. Minute das bessere Ende für sich hatten.

Tore: 0:1 David Sulkovsky (44:13)
Zuschauer: 2.754

Iserlohn Roosters - Straubing Tigers 3:5 (3:2, 0:1, 0:2)

Vor 3.445 Zuschauern konnte auch ein lupenreiner Hattrick von Mike York, der damit zugleich die Führung in der Top-Scorer-Wertung übernahm, die erste Niederlage der Iserlohner nach fünf Siegen nicht verhindern. Die Roosters agierten seltsam verhalten und gewannen auch durch drei Führungstreffer von York nicht an Sicherheit. Im Schlussdurchgang brachte Germyn Straubing erstmals in Front, ehe Stewart den "Sechs-Punkte-Sieg" der Niederbayern perfekt machte.

Tore: 1:0 Mike York (6:16), 1:1 Karl Stewart (9:01/PP1), 2:1 Mike York (10:58/EA), 2:2 René Kramer (13:00), 3:2 Mike York (16:13/PP2), 3:3 René Röthke (27:16/PP1), 3:4 Carsen Germyn (50:16), 3:5 Karl Stewart (58:28/EN)
Zuschauer: 3.445

Augsburger Panther - Düsseldorfer EG 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 0:1) SO

Sergio Somma drehte das Spiel für die Panther im zweiten Abschnitt, nachdem Carl Ridderwall das Schlusslicht aus Düsseldorf in Führung geschossen hatte. In den letzten 20 Minuten hielt DEG-Goalie Felix Bick, der erst sein drittes DEL-Spiel absolvierte, seine Farben mit guten Paraden im Spiel und so konnte Travis Turnbull die Partie in die Verlängerung schicken. Colin Long sicherte Düsseldorf mit seinem verwandelten Versuch nicht nur den Extrapunkt, sondern zugleich den dritten Saison-Erfolg in der Fremde.

Tore: 0:1 Carl Ridderwall (17:13), 1:1 Sergio Somma (33:37), 2:1 Sergio Somma (35:27/PP1), 2:2 Travis Turnbull (54:45)
Zuschauer: 3.616

Die Ergebnisse des 40. Spieltags im Überblick:

Eisbären Berlin - Kölner Haie 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)
Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)
ERC Ingolstadt - Krefeld Pinguine 4:3 (0:0, 2:1, 2:2)
Hamburg Freezers - Thomas Sabo Ice Tigers 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
EHC Red Bull München - Hannover Scorpions 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)
Iserlohn Roosters - Straubing Tigers 3:5 (3:2, 0:1, 0:2)
Augsburger Panther - Düsseldorfer EG 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 0:1) SO

Die Höhepunkte sehen Sie in Kürze auf DEL.org.

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