Spieltag - 30.12.2012

Pinguine feiern Jahresausklang an der Spitze

Dramatischer Sieg im Shootout gegen Berlin / Haie ringen Hannover nieder / Freezers kantern Iserlohn

Bild: City-Press

Das wundersame Wintermärchen der Krefeld Pinguine geht weiter: Durch ein dramatisches 4:3 nach Penaltyschießen gegen Rekord-Champion Eisbären Berlin überflügelten die Seidenstädter am 33. Spieltag die spielfreien Adler Mannheim und beenden das Jahr 2012 beinahe sensationell als DEL-Tabellenführer. Nach Punkten gleich mit den Kurpfälzern zogen die Kölner Haie durch ein hart umkämpftes 2:1 in Hannover. Während sich die Hamburg Freezers durch ein 6:1 gegen Iserlohn an der Spitze etablierten, bezog Ingolstadt im bayerischen Derby gegen die Thomas Sabo Ice Tigers eine empfindliche 3:5-Schlappe und kam Wolfsburg gegen den EHC Red Bull München zu einem 4:2. Einen Krimi bekamen die Zuschauer beim 5:4 der Augsburger Panther über die Straubing Tigers geboten

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 4:3 (1:1, 0:1, 2:1, 0:0, 1:0) SO

Bild: City-Press

Das Spitzenspiel in Krefeld war vor über 8.000 Zuschauern im KÖNIG-Palast von den Defensiv-Reihen geprägt. Torschüsse blieben lange Mangelware. Aber wenn der Express Mal Richtung Tor ging, wurde es brandgefährlich. Den besseren Start erwischten die Berliner, aber die Pinguine nutzten noch im ersten Durchgang ein fünfminütiges Powerplay zum Ausgleich. Auch in der Folge blieb die Partie immer ausgeglichen und das schlug sich auch im Ergebnis nieder: Mit einem 3:3 ging es in die Verlängerung, die ebenfalls keine Entscheidung brachte. Und so war es Boris Blank, der Krefeld mit seinem erfolgreichen Versuch im Shootout nicht nur den 14. Sieg im 15. Spiel und den achten Krefelder Heim-Erfolg in Serie, sondern pünktlich zum Jahresausklang auch noch die Tabellenführung, sicherte.

Tore: 0:1 Tyson Mulock (6:43/PP1), 1:1 Richard Pavlikovsky (17:59/PP1), 1:2 Darin Olver (38:54/SH1), 2:2 Adam Courchaine (47:56), 3:2 Martin Schymainski (53:16), 3:3 Travis James Mulock (55:44), 4:3 Boris Blank (SO)
Zuschauer: 8.029

Hannover Scorpions - Kölner Haie 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)

Bild: American-Sports.Info

Bestens erholt präsentierten sich die Haie nach dem Krefeld-Krimi vom vergangenen Freitag. Auch starke Scorpions konnten die Rheinländer lange nicht gefährden, so dass sich Köln mit einer konzentrierten Leistung nach zwei Dritteln komfortabel vorn sah. Im Schlussdurchgang machten es die Niedersachsen allerdings noch einmal spannend, als durch Green der schnelle Anschlusstreffer glückte. Obwohl nun in starker Bedrängnis, brachten die Haie ihren zehnten Auswärtssieg routiniert über die Runden.

Tore: 0:1 Andreas Falk (06:40), 0:2 Felix Schütz (32:37/PP1), 1:2 Morten Green (41:15)
Zuschauer: 4.437

Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)

Bild: HARDT

Mit zwei Doppelschlägen besiegelten die Hamburg Freezers vor 12.500 Fans das Schicksal der Roosters. Etwas schwer in Gang gekommen, brachte Brandon Reid die Nordlichter am Ende des ersten Drittels in Front, ehe Jerome Flaake noch vor dem Wechsel das 2:0 drauf setzte. Duplizität der Ereignisse im zweiten Drittel, in dem die Freezers noch nicht einmal 30 Sekunden benötigten, um auf 4:0 davon zu ziehen. Von nun an war der 19. Saisonsieg der Freezers, die zumindest kurzzeitig Rang drei übernehmen, nur noch Formsache. Die Roosters, die durch Robert Hock kurz vor Schluss noch zu einem Ehrentreffer kamen, bleiben dagegen mit ihrer zwölften Niederlage in der Fremde weiter eines der auswärtsschwächsten Teams der Liga.

„Meine Mannschaft weiß, dass sie gegen die Teams von Doug Mason immer noch etwas mehr kämpfen muss, das haben meine Spieler heute gut gemacht“, freute sich Freezers-Coach Benoît Laporte über den Sieg. „Ich bin glücklich mit dem Spiel. Dass heute die Arena ausverkauft war, war schön für alle Mitarbeiter der Hamburg Freezers. Vielen Dank an die Fans für einen unglaublichen Abend. Ich wünsche allen einen guten Rutsch.“

Auf Seiten der Roosters sagte Doug Mason: „Meine Mannschaft hat gegen ein starkes Hamburger Team niemals aufgesteckt und alles gegeben. Hamburg hat eine tolle Entwicklung hinter sich, im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben sie sich besonders im kämpferischen Bereich verbessert. Sie sind immer bereit. Auch heute konnten sie ihre Klasse zeigen. Die Freezers haben eine Elite-Mannschaft, das ist Benoîts Verdienst. Deswegen nochmal Hut ab vor Benoît Laporte.“

Tore: 1:0 Brandon Reid (17:54), 2:0 Jerome Flaake (18:56), 3:0 Thomas Oppenheimer (24:24), 4:0 Colin Murphy (24:51), 5:0 Robert Collins (40:37/SH1), 6:0 James Bettauer (49:23), 6:1 Robert Hock (57:26)
Zuschauer: 12.500

ERC Ingolstadt – Thomas Sabo Ice Tigers 3:5 (1:1, 1:3, 1:1)

Bild: ISPFD

Zwar brachte Alexander Oblinger den ERC gegen Nürnberg vor 4.815 Zuschauern zunächst in Front, doch die Ice Tigers drehten in der Folge auf und zogen auf 3:1 davon. Nachdem Ingolstadt noch einmal verkürzte, baute Nürnberg den Vorsprung auf drei Tore aus und so war das 3:5 der Hausherren durch John Laliberte zwei Minuten vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik. Durch das Sechs-Punkte-Wochenende klettern die Franken in der Tabelle auf den siebten Platz und haben nur noch einen Punkt Rückstand auf die sechstplatzierten Ingolstädter, die das Wochenende ohne zählbaren Erfolg beenden.

Tore: 1:0 Alexander Oblinger (6:42), 1:1 Yasin Ehliz (17:09), 1:2 Yan Stastny (20:56), 1:3 Steven Reinprecht (30:35), 2:3 Derek Hahn (33:46), 2:4 Connor James (35:10/PP1), 2:5 Tim Schüle (54:10), 3:5 John Laliberte (58:09)
Zuschauer: 4.815

Grizzly Adams Wolfsburg – EHC Red Bull München 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)

Bild: Schlegel

In einem ausgeglichenem Spiel legte Brent Aubin (24., 43.) zweimal für die Gäste aus München vor, aber die Grizzlys hatten jeweils sofort eine Antwort parat. So wurde ein Powerplay spielentscheidend. Matthew Dzieduszycki brachte die Hausherren in numerischer Überlegenheit erstmals in Front. Als München in der Schlussminute alles auf eine Karte setzten und den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, machte Wolfsburg mit einem Emptynetter den Sack zu.

„Ich denke, wir haben ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Dabei war ich mit den ersten 40 Minuten überhaupt nicht zufrieden“, erklärte Wolfsburgs Trainer Pavel Gross und ergänzte: „Im letzten Drittel haben wir dann mehr Druck gemacht und die Kleinigkeiten richtig gemacht.“

EHC-Coach Pat Cortina: „Wir haben heute gerade im letzten Drittel Fehler gemacht, die Wolfsburg dann ausgenutzt hat. Letztlich haben wir trotz hoher Arbeitsmoral wieder einen Weg gefunden, in Wolfsburg zu verlieren.“

Tore: 0:1 Brent Aubin (23:36), 1:1 Justin Mercier (24:43), 1:2 Brent Aubin (42:56), 2:2 Patrick Pohl (46:40), 3:2 Matthew Dzieduszycki (49:10/PP1), 4:2 Armin Wurm (59:27/EN)
Zuschauer: 2.684

Der 33. Spieltag im Überblick:

Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 4:3 (1:1, 0:1, 2:1, 0:0, 1:0) SO
ERC Ingolstadt – Thomas Sabo Ice Tigers 3:5 (1:1, 1:3, 1:1)
Hannover Scorpions - Kölner Haie 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)
Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 6:1 (2:0, 2:0, 2:1)
Grizzly Adams Wolfsburg – EHC Red Bull München 4:2 (0:0, 1:1, 3:1)
Augsburger Panther – Straubing Tigers 5:4 (1:0, 2:0, 2:4)

Die Video-Highlights aller Spiele finden Sie in Kürze auf DEL.org.

Verwandte Artikel

Pinguine feiern Jahresausklang an der Spitze

Dramatischer Sieg im Shootout gegen Berl...

Spieltag 33: Angriff auf die Tabellenführung / Bayern-Derby live

Krefeld greift nach der Spitze / Haie au...

Spengler Cup: Adler verpassen Halbfinale

2:5 gegen Fribourg Gottéron / Adler sch...

Zuschauer-Rekord am 32. Spieltag

59.200 Fans in sieben Spielen / 8.457 Zu...

Advertising

Finde uns auf Facebook